Ich habe eine Frage. Ich wüsste gern, wie man zu Anfang des 20. Jahrhundert in Deutschland gesagt hat, wenn jemand "auf Droge war" (ich bin Lektor und arbeite gerade an einer Übersetzung aus dem Englischen, dessen Handlung 1928 spielt. Dort ist jemand "on the hop again"; "hop" ist/war Slang für "Opium" bzw. die ganze Palette, der unter unter das "Opiumgesetz" fallenden Rauschmittel; der Kontext im Roman lässt auf Kokain schließen). Bei Gottfried Benn findet sich die Formulierung, er (Benn) sei "drogiert". Aber das ist wohl nur ironisch gemeint. – Es würde mich freuen, von Ihnen zu hören.
Mit freundlichen Grüßen
– Heiko Arntz (Wedel bei Hamburg)
Administrator-Antwort von: Lars Fischer
Lieber Herr Arntz,
vielen Dank für Ihren interessanten Gästebucheintrag.
Sie erwischen mich im Urlaub und wir beide haben Glück, dass der verregnete Sonntag Vormittag im Berner Oberland mir etwas Zeit gelassen hat, über Ihre Frage nachzudenken. Leider ist hier der Zugang zu meinen Quellen deutlich eingeschränkt. Ausführlicher könnte ich erst Mitte Oktober meine Recherchen fortsetzen, möchte Ihnen aber möglichst zeitnah antworten.
Ich würde es mit den Begriffen "Rauschgift" und "Gift" versuchen.
Quellen:
1. Pitigrilli: Kokain. Bsp: "eine Vorliebe für das Rauschgift haben", "Opfer des Rauschgiftes", "Giftverkäufer", "die Wirkung des Giftes läßt nach", "Schlaflosigkeit hält mich in den Fängen des Giftes", "Der Händler weiß, daß der Vergifteten ein weißes Pulver genügt".
2. Walter Rhiener: Kokain. "O du verhaßt-geliebtes Gift", "Heiliges Gift".
Mit diesen Begriffen können Sie dann leicht spielen. Etwa: „(wieder) dem Rauschgift verfallen sein“. Aber das können Sie besser als ich.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.
Wenn Sie Ideen zur Bereicherung dieser Seite hätten, wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Liebe Grüße
Lars Fischer
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